U18-Fahrt nach Regensburg – Besichtigung des KZ Dachau

Vom 09.05 bis zum 10.05. ging es für 10 Jugendliche mit dem Fanprojekt zum letzten Saisonspiel nach Regensburg. Zuvor stand aber noch eine Besichtigung der KZ-Gedenkstätte Dachau auf dem Programm.
Ein Stück weit rückte der Fußball an diesem Wochenende in den Hintergrund. Am Freitag, den 09.05. fuhren am frühen Nachmittag zwei Fanprojekt-Bullis den langen Weg in den Süden, um in der bayerischen Landeshauptstadt München zu übernachten. Schon früh am nächsten Morgen war die Besichtigung der Gedenkstätte auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau geplant. Daher hieß es aufstehen um 7:00 Uhr und nach kurzem Frühstück die 1-stündige Fahrt nach Dachau. Um 9:00 starteten wir mit der ca. 2,5-stündigen Führung. Die erste negative Überraschung folgte schnell, als uns Diakon Klaus Schulz berichtete, dass auch über 20 Osnabrücker im Laufe der 12 Jahre (1933 – 1945) die das KZ betrieben wurde inhaftiert waren und zum Teil starben.
Die Gedenkstätte ist sehr gut aufbereitet worden und zeigt so einen intensiven Einblick in die Geschehnisse zur Nazi-Zeit. Auch Fußball war damals ein Thema, denn das NS-Regime nutzte Fußballspiele inhaftierter Gefangener als gezielte Propaganda für ihre Politik.


Drückend dann die Erlebnisse in den ehemaligen Wohnanlagen der Gefangenen. Bedrückende Enge, keine Privatsphäre, keine Heizung im Winter, schlechte Verpflegung und Hygienebedingungen. Es ist wenig verwunderlich, dass so viele Gefangene ihre Zeit im KZ nicht überlebt haben. Sollten sie doch und trotz der überharten Arbeit und gezielten Quälerei durch Wärter bei guter körperlicher Verfassung gewesen sein, wurden viele unter anderem in den „Gaskammern“ umgebracht.
Sichtlich beeindruckt verließen wir das KZ und machten uns auf den Weg zum Auswärtsspiel des VfL Osnabrück im Jahnstadion in Regensburg.
Nach den vielen negativen Eindrücken, sollte am Nachmittag auch wieder Raum für positive Gedanken sein.
Allein das VfL-Team half nicht gerade dabei. Ein unansehnliches 0:0 ist nicht gerade das, was man sich zum Saisonabschluss vorstellt. Dabei war lange Zeit noch das Erreichen des 4. Platzes und damit die Qualifikation für den DFB-Pokal möglich. Es fehlte nur ein Tor. David Pisot vergab mit einem Freistoß der direkt am Torpfosten vorbei strich die letzte Gelegenheit. So hieß es erneut mit einem Unentschieden von einer U18-Fahrt heimzukehren. Das muss in der nächsten Saison besser werden.